Die vier olympischen Rad-Disziplinen

Radfahren ist für viele eine alltägliche Sache. Mit vier Disziplinen ist der Radsport bei den Olympischen Spielen vertreten:

BMX-Rennen

BMX ist die schnellste und modernste Disziplin beim olympischen Radsport. Jeweils acht Fahrer treten gegeneinander an und fahren einen Parcours voller enger Kurven und Hindernisse. Insgesamt ist die Strecke etwa 350 Meter lang.

Das BMX-Fahren wurde in den später 1960er-Jahren in Kalifornien, inspiriert vom Motocross, geboren. Die rasanten Stunts boten dem Publikum Action, waren aber mit niedrigen Kosten verbunden. In den 1980er-Jahren breitete sich der Sport international aus und wurde zu einer eigenen Sportkategorie, die mehr Gemeinsamkeiten mit dem Radfahren als mit dem Motorradfahren hatte. 1993 wurde die Sportart offiziell anerkannt.

Das BMX-Rennen feierte sein Debüt bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Die ersten Olympiatitel holten der Lette Maris Strombergs und die Französin Anne-Caroline Chausson.

Mountainbiking

Das Mountainbiking entwickelte sich in den 1970er-Jahren in Kalifornien. Viele Radfahrer strebten nach einer größeren Freiheit und erstrecken ihre Touren auch auf unwegsames Gelände. Das Mountainbike wurde entwickelt: Es hatte eine Schnellschaltung, dickere Reifen, Trommelbremsen und eine innovative Federung.

Zu den ersten nationalen Meisterschaften kam es 1983 in Amerika. Von dort breitete sich der Sport schnell über Europa und Australien aus.

1996 wurde Mountainbiking Teil der Olympischen Spiele. Zu den erfolgreichsten Teilnehmern zählt der Franzose Julien Absolon, der 2004 und 2008 die Goldmedaille gewann.

Straßenrennen

Seit seiner Erfindung im 18. Jahrhundert ist das Fahrrad sehr populär und war als eine der wenigen Sportarten (neben Fechten und Leichtathletik) Teil aller Olympischen Spiele der Moderne.

Das erste olympische Straßenrennen fand 1896 auf der Marathon Strecke in Athen statt. Zwischen 1912 und 1992 konnten die Strecken auch als Team angetreten werden.

Bahnradsport

Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden in England Bahnradrennen veranstaltet. Gefahren wurde drinnen auf hölzernen Strecken. Das hatte den Vorteil, dass die Rennen das ganze Jahr über ausgetragen werden konnten und für den Eintritt eine Gebühr verlangt werden konnte.

Bereits seit 1896 ist der Bahnradsport Teil der Olympischen Spiele.